Wenn Frau sich so mächtig ins Zeug legt, wie ich das im vergangenen Jahr getan habe, dann gerät das ein oder andere schon mal ins Hintertreffen. So liegen meine Blogs brach, aber das muss ja nicht so bleiben.
Was ich unbedingt erzählen möchte, betrifft meine Ernährungsumstellung seit Januar 2015: Mit unglaublichem Erfolg und SOO viel Spaß!
Wenn irgendwer auf der Suche nach DER Ernährung seines Lebens ist, derjenige außerdem gerne ein Paar Kilos loswerden und auf jeden Fall viel Spaß am Essen und Kochen behalten möchte, dann empfehle ich ihm Low carb - high fat. Seit Anfang Januar praktizieren wir das. Erst zögerlich und noch sehr unwissend, aber das Wissen kam täglich mehr und mehr, das Selbstbewusstsein ist mit jedem verlorenen Kilo gewachsen und die Überzeugung inzwischen grenzenlos.
Low carb, das heißt, dass Kohlenhydrate überall wo sie vermeidbar sind, weggelassen werden. Beim Brot/Brötchen, bei Nudeln, Kartoffeln, bei zu viel süßem Obst, Zucker, Süßigkeiten, Kuchen etc. pp
High fat, das heißt, dass Fett in jeder gesunden und reinen Form erlaubt -nein erwünscht ist! Alle fettreduzierten Produkte werden konsequent vom Speiseplan gestrichen. Milch, Butter, Quark, Sahne, Naturjoghurt, griechischer Joghurt, Mascarpone gibt es in diesem Haus nur noch in der vollfetten Variante, dazu Fleisch, Fisch, Nüsse, Samen. Getreide weg - Fett her. Das ist die Zusammenfassung des Ganzen. Es gibt massenhaft Informationen dazu im Internet. Warum z.B. Brot dick macht, aber Fett alleine nicht. Warum die Nudeln das Schlimme sind und nicht die Sahnesoße.
Ich gebe zu, ich war am Anfang skeptisch. Aber da ich alles lecker fand, was übrig bleiben sollte auf meinem Speiseplan, weil ich es noch reizvoller fand, plötzlich mit Sahne und Kokosöl zu kochen, statt mit fettreduzierten Ersatzprodukten, habe ich das Experiment gestartet. Zusammen mit meinem Liebsten. Und ich muss sagen, nicht nur der wissenschaftliche Aspekt hat mich überzeugt, nein - auch der Sichtbare. 9 Kilo haben wir bereits abgenommen (und zwar jeder) - ohne zu Hungern, ohne zu leiden. Mit Tagen, an denen es trotzdem mal Bier oder Sekt, Wein und sogar Chips oder andere Süßigkeiten gab. Mit köstlichen neuen Rezepten (Pizzateig aus Zucchini, Ei und Käse z.B.), mit dem Gefühl schneller satt zu sein und mit dem oft kritischen Blick von Freunden und Bekannten, wenn ich mir den Chili-Sahnequark reinziehe und dabei von Abnehmen spreche.
Ich fühle mich fantastisch, ich schaue fassungslos die schlabbernden Klamotten in meinem Kleiderschrank an und ich bin mir sicher, dass ich nie wieder zurück will. Das Brötchen am Morgen fehlt kein bisschen, dafür ist der Himbeer-Quark mit Leinöl viel zu lecker oder der Grünkohl-Smoothie (der allerdings für Anfänger eher nur bedingt geeignet sein kann). Ich liebe die neuen Blumenkohl-Sahnesuppe, die alles mitmachen von Möhren über Broccoli bishin zu Harzer-Rolle. Ich bin beinahe verrückt nach Schokoladen-Mascarpone, die SOOO lecker ist, dass ich sie am liebsten zur täglichen Hauptmahlzeit machen möchte. Ich bestelle die Currywurst jetzt halt ohne Pommes und esse beim Grillen nur noch das Fleisch (vom Hofladen, wo ich die Herkunft nachvollziehen kann) zusammen mit Gemüse und richtig gehaltvollem Zaziki. Abends knabber ich gerne Käsestückchen - 45% fettige natürlich. Und mit Kräuterbutter schmeckt der Käse beinahe noch besser.
Ich liebe mein Frühstücks-Ei oder zwei, und wisst ihr, WIE satt Eier machen? Ich weiß es jetzt, und deswegen liegen in der "Snack-Ecke" meist drei oder vier hart-gekochte Eier.
Das ist keine Diät, das ist eine Lebenseinstellung und wenn die nächsten 4 Kilo verschwunden sind, dann kann ich wahrscheinlich mit dem Abnehmen aufhören, dann müsste ich nur noch ein paar Muskeln aufbauen. Aber auch da sieht man ein paar zarte, die unter Speckrollen verborgen waren... Und ich bin mir sicher, nichts ist SO schön, wie ein fitter, leichter und satter Körper.
In diesem Sinne - es lebe LCHF. Eure Anja
Zum Nachlesen: Menschen die low carb oder sogar ketogen leben!
Matze - ein Typ, der offenbar jetzt mehr Spaß hat!
Basics und Rezepte
Die Frau, die das mit dem Fett am Besten erklären kann: Ulrike Gonder!
Ein guter Anfang: die Logi-Methode - aber für mich war es noch nicht genug...
Ein Buch über den Weizen-Wahn und seinen Suchtfaktor - was ich zu 90% unterstütze, aber ab und an etwas zu amerikanisch finde: Weizenwampe
Alles andere findet ihr selber heraus, wenn ihr euch auf die Suche macht!
Samstag, 28. März 2015
Freitag, 23. Mai 2014
YES
Es ist ein wenig ruhig hier geworden, aber ich hoffe, dass ich mehr als gute Gründe dafür anbringen kann. Habe ich doch am Mittwoch meine Prüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie bestanden!!!
Für Nicht-Wissende: in Deutschland ist das Heilen eigentlich den Ärzten vorbehalten, aber es gibt zwei Ausnahmen - die Heilpraktiker und therapeutisch ausgebildete Psychologen, die natürlich nur psychische Erkrankungen behandeln dürfen. Seit 1993 hat auch der Heilpraktiker eine Untergruppe bekommen, nämlich den Heilpraktiker ausschließlich für die Psychotherapie.
Der also darf psychische Leiden mit psychischen Methoden diagnostizieren und therapieren. Natürlich mit 100 000 Einschränkungen, was er alles nicht darf. Aber das ist ok, denn schließlich ist man kein Psychiater und möchte in der Regel auch keiner sein.
Auch wenn mein Weg dorthin etwas schräg gewesen ist, so möchte ich keinen Tag davon missen. Jetzt bin ich in dem Beruf angekommen, der MEINS ist, davon bin ich 100 % überzeugt. Klar, ein paar Macken gehören auch dazu, denn nur wer eigene Macken entdeckt und damit arbeitet, kann die Macken der andere therapieren. Außerdem stehe ich ganz am Anfang und muss noch SO viel lernen.
Aber ich freue mich auf jeden Tag in diesem Beruf und auf all das, was ich lernen werde, und was kein Job und keine Beschäftigungstherapie ist, sondern ein(e) echte(r) Beruf(ung).
Für Nicht-Wissende: in Deutschland ist das Heilen eigentlich den Ärzten vorbehalten, aber es gibt zwei Ausnahmen - die Heilpraktiker und therapeutisch ausgebildete Psychologen, die natürlich nur psychische Erkrankungen behandeln dürfen. Seit 1993 hat auch der Heilpraktiker eine Untergruppe bekommen, nämlich den Heilpraktiker ausschließlich für die Psychotherapie.
Der also darf psychische Leiden mit psychischen Methoden diagnostizieren und therapieren. Natürlich mit 100 000 Einschränkungen, was er alles nicht darf. Aber das ist ok, denn schließlich ist man kein Psychiater und möchte in der Regel auch keiner sein.
Auch wenn mein Weg dorthin etwas schräg gewesen ist, so möchte ich keinen Tag davon missen. Jetzt bin ich in dem Beruf angekommen, der MEINS ist, davon bin ich 100 % überzeugt. Klar, ein paar Macken gehören auch dazu, denn nur wer eigene Macken entdeckt und damit arbeitet, kann die Macken der andere therapieren. Außerdem stehe ich ganz am Anfang und muss noch SO viel lernen.
Aber ich freue mich auf jeden Tag in diesem Beruf und auf all das, was ich lernen werde, und was kein Job und keine Beschäftigungstherapie ist, sondern ein(e) echte(r) Beruf(ung).
Freitag, 21. März 2014
Spätschäden
Die Lernerei der letzten Wochen hat doch etwas an meinem Nervenkostüm genagt. Bin gerade extrem kaputt und nicht belastbar.
Dabei liegen Berge vor mir, die unbedingt bearbeitet werden müssen!!! Ich bräuchte einen Bergführer und einen, der mich schiebt.....
Dabei liegen Berge vor mir, die unbedingt bearbeitet werden müssen!!! Ich bräuchte einen Bergführer und einen, der mich schiebt.....
Donnerstag, 20. März 2014
Frühlingserwachen
Pünktlich wie ein Handwerker... :)
Der Frühling lässt sein grünes (wer ist jemals auf die Idee gekommen, es sei blau???) Band wieder flattern durch die Lüfte! Die Sonne scheint von einem absolut stahlblauen Himmel, das ist der Hit.
Ich habe gestern tatsächlich den ersten großen Schritt geschafft und die schriftliche Prüfung bestanden. Bin selber ganz wackelig auf den Beinen in dem Unglauben, dass das vorbei sein soll. Ist es ja auch nicht wirklich. Irgendwann zwischen 22. April und Juli (!!!) muss ich zur Mündlichen. Einladungen dazu werden nach dem 27. März verschickt.
Wer die nicht besteht, darf wieder von vorne anfangen. Aber daran denke ich an einem SO herrlichen Frühlingstag natürlich nicht! Jetzt heißt es - Bücherverbot, Sonnenpflicht und CHILLEN!
Der Frühling lässt sein grünes (wer ist jemals auf die Idee gekommen, es sei blau???) Band wieder flattern durch die Lüfte! Die Sonne scheint von einem absolut stahlblauen Himmel, das ist der Hit.
Ich habe gestern tatsächlich den ersten großen Schritt geschafft und die schriftliche Prüfung bestanden. Bin selber ganz wackelig auf den Beinen in dem Unglauben, dass das vorbei sein soll. Ist es ja auch nicht wirklich. Irgendwann zwischen 22. April und Juli (!!!) muss ich zur Mündlichen. Einladungen dazu werden nach dem 27. März verschickt.
Wer die nicht besteht, darf wieder von vorne anfangen. Aber daran denke ich an einem SO herrlichen Frühlingstag natürlich nicht! Jetzt heißt es - Bücherverbot, Sonnenpflicht und CHILLEN!
Montag, 17. März 2014
Zweimal werden wir noch wach...
So langsam kommt mir die Psychopathologie, die Psychotherapie und alles was dazu gehört zu den Ohren heraus. Ich denke in Denkverarmug, habe Ideenfluchten, außerdem Wahnwahrnehmungen und Halluzinationen aller Sinnesfunktionen. Dazu kommen mir den ganzen Tag über verhaltenstherapeutische Wahnideen.
Es ist gut, wenn am Mittwoch der erste Spuk vorbei ist. Wollen wir hoffen, dass es ausgerechnet dann zu keiner Denkhemmung kommt!!!
Es ist gut, wenn am Mittwoch der erste Spuk vorbei ist. Wollen wir hoffen, dass es ausgerechnet dann zu keiner Denkhemmung kommt!!!
Mittwoch, 19. Februar 2014
Wer hat's gehört?
Es zwitschert wieder, habt ihr es gehört?
In der letzten Woche passierte es irgendwann. An einem gar nicht so schönen und noch ziemlich finsteren Morgen hörte ich beim morgendlichen Garagentoröffnen das erste zarte Tschiepen und Zwitschern. Es klang noch so, als ob ein einziger gefiederter Freund es wagen würde, seiner Stimme Gehör zu verschaffen. Aber seit gestern treten sie in der Gruppe auf.
Die Vögel zwitschern wieder. Die schlimmste, dunkelste Zeit des Jahres ist damit offiziell überstanden. Sie sind noch zaghaft, aber sie wissen Bescheid: der Frühling lauert irgendwo da draußen in der Ferne.
In der letzten Woche passierte es irgendwann. An einem gar nicht so schönen und noch ziemlich finsteren Morgen hörte ich beim morgendlichen Garagentoröffnen das erste zarte Tschiepen und Zwitschern. Es klang noch so, als ob ein einziger gefiederter Freund es wagen würde, seiner Stimme Gehör zu verschaffen. Aber seit gestern treten sie in der Gruppe auf.
Die Vögel zwitschern wieder. Die schlimmste, dunkelste Zeit des Jahres ist damit offiziell überstanden. Sie sind noch zaghaft, aber sie wissen Bescheid: der Frühling lauert irgendwo da draußen in der Ferne.
Montag, 17. Februar 2014
Freundschaft
Vor mehr als 25 Jahren lernten wir uns kennen. Ich war damals Schülerin der Lehranstalt für Pleoptik und Orthoptik und du hattest gerade dein Examen gemacht. Kamst als Praktikantin zu uns. Wir verstanden uns vom ersten Augenblick an. Nur drei Monate dauerte diese erste gemeinsame Zusammenarbeit, dann bekamst du ein Angebot, welches du nicht ablehnen konntest und verschwandest aus meinem Blickfeld.
Aber nur für kurze Zeit. Ein Jahr später kam ich zu dir ins schöne (? ja- es kann schön sein!) Duisburg. Wir arbeiteten dort 9 Monate gemeinsam. Mit Höhen und Tiefen.. Du warst und bist in unserem Beruf zuhause, liebst und lebst ihn mit Leib und Seele. Bei mir ist das immer anders gewesen und wohl genau deshalb übe ich ihn seit geraumer Zeit nicht mehr aus.
Dann heiratete ich, wechselte die Arbeitsstelle und den Ort und doch wurde unsere Freundschaft immer intensiver. Es kamen und gingen Männer (wenige, aber immerhin). Es wurde geheiratet, die ersten Wohnungen bezogen, erst mit Mann und ab 1993 gesellten sich auch kleine Menschen zu unserem Leben. Erst bei mir, 1994 auch bei dir. Unsere zweiten Kinder (95/96) sind nur noch 6 Monate auseinander, bei den dritten waren es gar nur 3 Monate. Du konntest nicht genug bekommen und legtest sogar noch Nummer Vier obenauf. :-)
Ich werde es nie vergessen, die vielen Sonntage, die wir mit unseren Kindern gemeinsam verbracht haben. Zwei Frauen, die oft allein für die Kinderbespaßung zuständig gewesen sind. Gemeinsam war das kein Problem! Unsere Kinder verstanden sich immer prächtig und wir alle hatten so viel Spaß.
Wie herrlich doch die Szene am Meer: ein älteres Ehepaar spricht uns nach einem turbulenten Strandtag an - "Sind das alles ihre Kinder???" - Sieben Stück waren es an der Zahl. Wir haben gelacht und versichert, dass jeder von uns nur ungefähr die Hälfte gehören würde. Das Ehepaar hatte viel Freude an uns und unserer Truppe. Wir seien zwei so nette junge Frauen und das mit so vielen Kindern, das wäre doch in der heutigen Zeit nicht mehr gewöhnlich.
Seit 14 Jahren trennen uns fast 300km, lustige gemeinsame Sonntage gibt es seither keine mehr. Mehr als 50% unserer Kinder sind volljährig und finden unsere Erinnerungen eher peinlich.
Am Samstag hatten wir endlich wieder einen Abend für uns. Um 19 Uhr ging er los mit Rundgang in der Kunstakademie. Um 2.30 endete er im strömenden Regen mit gelöster Fahrkarte und trotzdem zu Fuß quer durch die Stadt latschend, lachend und Worte von mindestens einem Monat verbraucht.
Wir haben so viele Themen wie möglich rauf und runter diskutiert. Wir haben gelacht und waren auch ernst. Wir haben uns verändert, beide. Ein paar graue Haare sind hinzugekommen, ein paar Pfunde (wenn auch nur bei einer von uns) dazu. Wir stehen in der sogenannten Lebensmitte, Wendepunkte liegen vor und hinter uns.
Es ist absolut wunderbar, eine Freundin zu haben, die über die Entfernung immer Freundin ist und bleibt. Die nicht wöchentlich angerufen werden muss, nur damit sie mich nicht vergisst. Die mich versteht und die mir vertraut. Es ist absolut wunderbar, dass es solche Freundinnen gibt und ich schätze mich sehr glücklich, einen von ihnen zu besitzen!
Aber nur für kurze Zeit. Ein Jahr später kam ich zu dir ins schöne (? ja- es kann schön sein!) Duisburg. Wir arbeiteten dort 9 Monate gemeinsam. Mit Höhen und Tiefen.. Du warst und bist in unserem Beruf zuhause, liebst und lebst ihn mit Leib und Seele. Bei mir ist das immer anders gewesen und wohl genau deshalb übe ich ihn seit geraumer Zeit nicht mehr aus.
Dann heiratete ich, wechselte die Arbeitsstelle und den Ort und doch wurde unsere Freundschaft immer intensiver. Es kamen und gingen Männer (wenige, aber immerhin). Es wurde geheiratet, die ersten Wohnungen bezogen, erst mit Mann und ab 1993 gesellten sich auch kleine Menschen zu unserem Leben. Erst bei mir, 1994 auch bei dir. Unsere zweiten Kinder (95/96) sind nur noch 6 Monate auseinander, bei den dritten waren es gar nur 3 Monate. Du konntest nicht genug bekommen und legtest sogar noch Nummer Vier obenauf. :-)
Ich werde es nie vergessen, die vielen Sonntage, die wir mit unseren Kindern gemeinsam verbracht haben. Zwei Frauen, die oft allein für die Kinderbespaßung zuständig gewesen sind. Gemeinsam war das kein Problem! Unsere Kinder verstanden sich immer prächtig und wir alle hatten so viel Spaß.
Wie herrlich doch die Szene am Meer: ein älteres Ehepaar spricht uns nach einem turbulenten Strandtag an - "Sind das alles ihre Kinder???" - Sieben Stück waren es an der Zahl. Wir haben gelacht und versichert, dass jeder von uns nur ungefähr die Hälfte gehören würde. Das Ehepaar hatte viel Freude an uns und unserer Truppe. Wir seien zwei so nette junge Frauen und das mit so vielen Kindern, das wäre doch in der heutigen Zeit nicht mehr gewöhnlich.
Seit 14 Jahren trennen uns fast 300km, lustige gemeinsame Sonntage gibt es seither keine mehr. Mehr als 50% unserer Kinder sind volljährig und finden unsere Erinnerungen eher peinlich.
Am Samstag hatten wir endlich wieder einen Abend für uns. Um 19 Uhr ging er los mit Rundgang in der Kunstakademie. Um 2.30 endete er im strömenden Regen mit gelöster Fahrkarte und trotzdem zu Fuß quer durch die Stadt latschend, lachend und Worte von mindestens einem Monat verbraucht.
Wir haben so viele Themen wie möglich rauf und runter diskutiert. Wir haben gelacht und waren auch ernst. Wir haben uns verändert, beide. Ein paar graue Haare sind hinzugekommen, ein paar Pfunde (wenn auch nur bei einer von uns) dazu. Wir stehen in der sogenannten Lebensmitte, Wendepunkte liegen vor und hinter uns.
Es ist absolut wunderbar, eine Freundin zu haben, die über die Entfernung immer Freundin ist und bleibt. Die nicht wöchentlich angerufen werden muss, nur damit sie mich nicht vergisst. Die mich versteht und die mir vertraut. Es ist absolut wunderbar, dass es solche Freundinnen gibt und ich schätze mich sehr glücklich, einen von ihnen zu besitzen!
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